Beitrag zur Kenntnis der Bionomie und Morphologie der Hanfblattlaus Phorodon cannabis Passerini, 1860 (Homoptera: Aphididae).

  • Fritz Paul Müller
  • Karl Ewald

Abstract

Feldbeobachtungen haben gezeigt, dass die Hanfblattlaus Phorodon cannabis Passerini in der Deutschen Demokratischen Republik weit verbreitet ist und überall dort vorkommt, wo Hanf angebaut wird. Massenbefall zeigt sich jedoch erst im August, weil die Entfaltung der Populationen in Folge des sehr schwachen Initialauftretens im Frühjahr verzögert wird. Die oviparen Weibchen legen ihre Eier vorzugsweise an die Samenkapseln der Hanfpflanze. Der kultivierte Hanf ist eine annuelle Pflanze und stellt in Mitteleuropa praktisch den einzigen Wirt dar, deshalb ist die Wirtsfindung für die aus den Eiern schlüpfenden Fundatrizen extrem erschwert. Fundatrizen wurden an Cannabis sativa Linnaeus sowohl im Feld gefunden wie im Insektarium aufgezogen. Die zwei auf die Fundatrix folgenden Generationen enthielten 78% und mehr Geflügelte. Die oviparen Weibchen sind Nachkommen sowohl von ungeflügelten wie von geflügelten Müttern. Alle Morphen von P. cannabis werden beschrieben. Sie werden mit den entsprechenden Morphen der Hopfenblattlaus Phorodon humuli (Schrank) verglichen.

Veröffentlicht
1976-12-31
Zitationsvorschlag
Müller, F. P., & Ewald, K. 1976: Beitrag zur Kenntnis der Bionomie und Morphologie der Hanfblattlaus Phorodon cannabis Passerini, 1860 (Homoptera: Aphididae). - Beiträge Zur Entomologie = Contributions to Entomology 26(2): 455-463 - doi: 10.21248/contrib.entomol.26.2.455-463
Seiten
455-463
Rubrik
Artikel