Beiträge zur Epidemiologie und Prognose des Rapserdflohs (Psylliodes chrysocephala L.).

  • Hans-Werner Nolte

Abstract

Im Herbst 1952 ist der Rapserdfloh in Mitteldeutschland, aber auch in anderen Gebieten wider Erwarten nur sehr schwach aufgetreten. Ein stets den Zusammenbruch einer Massenvermehrung verursachender extrem kalter Winter ist dieser Minderung nicht vorangegangen, kann also nicht als Grund angenommen werden. - Auch eine längere Kälteperiode im März hat keine wesentliche Dezimierung verursacht. - Das Ausbleiben der Käfer auf den auflaufenden Winterrapsflächen im Herbst wird auf die niedrigen Temperaturen von Mitte August an, vor allem in der ersten Septemberhälfte zurückgeführt. Durch diese wurde die Zuwanderung der Rapserdflöhe unterbunden. Für die Prognose ergibt sich, daß zur Feststellung des Larvenbesatzes der Pflanzen im Frühjahr und des Jungkäferauftretens im Sommer noch die Beobachtung der Temperaturen der zweiten Augusthälfte und des Monats September kommen muß.

Veröffentlicht
1953-10-31
Zitationsvorschlag
Nolte, H.-W. 1953: Beiträge zur Epidemiologie und Prognose des Rapserdflohs (Psylliodes chrysocephala L.). - Beiträge Zur Entomologie = Contributions to Entomology 3(5): 518-529 - doi: 10.21248/contrib.entomol.3.5.518-529
Seiten
518-529
Rubrik
Artikel