Der pannonische Raum und seine östlichen Interferenzen aus einer lepidopterologischen Perspektive.

  • László Rákosy
  • Zoltan Varga

Zusammenfassung

Der Pannonische Raum an sich, vor allem aber seine östlichen Interferenzen mit den kontinentalen Untergruppen beherbergen komplexe Habitate von hoher Biodiversität und mit einem hohen Prozentsatz an endemischen Taxa. Der höchste Diversitätsgrad wird dabei im Osten und Nordosten Ungarns sowie in den Siebenbürgischen Interferenzzonen erreicht. Infolge des interökosystemischen Effekts können auf Flächen, die nicht größer als 200-300 ha und durch eine mosaikartige Habitatanordnung gekennzeichnet sind, über 1500 Schmetterlingsarten und ca. 1000 Gefäßpflanzenarten angetroffen werden. Die mittels faunistischer und floristischer Vergleiche festgestellten Ähnlichkeiten zwischen Siebenbürgen und dem eigentlichen pannonischen Raum und werden hierbei von klimatischen und pedologischen Gemeinsamkeiten untermauert. Dabei muss betont werden, dass beide Gebiete ihre Besonderheiten beibehalten. Die Verfasser haben sich vorgenommen, neben zahlreichen Beispielen auch die Entstehung und Entwicklung dieser einzigartigen und komplexen Habitate zu erläutern und für die Notwendigkeit der Schutzmaßnahmen zu plädieren.

Veröffentlicht
2006-12-15
Seiten
377-386
Rubrik
Artikel
Zitationsvorschlag
Rákosy, L., & Varga, Z. 2006: Der pannonische Raum und seine östlichen Interferenzen aus einer lepidopterologischen Perspektive. - Beiträge Zur Entomologie = Contributions to Entomology 56(2): 377-386 - doi: 10.21248/contrib.entomol.56.2.377-386