Cinara pinihabitans (Mordvilko, 1895) in der Steiermark (Österreich) wieder aufgefunden (Homoptera: Lachnidae).

  • Annemarie Fossel

Abstract

Wie die Vergleiche eigener Funde mit der Beschreibung der Typen von Mordvilko durch Szelegiewicz zeigen, besteht kein Zweifel darüber, dass die lange verschollene echte Cinara (C.) pinihabitans (Mordvilko, 1895) plötzlich wieder aufgetaucht ist und nicht nur in der Umgebung von Warschau, sondern auch in den Alpen beheimatet ist. Sie erweist sich in den Alpen als sehr ortsstet, obwohl sie nicht alle Jahre zu finden ist. In den Jahren 1960 bis 1963 und dann wieder 1966 trat sie an genau den gleichen Stellen auf und besiedelte sowohl die Föhre als auch die Latsche. Da die bewachste C. pinihabitans im Sommer von der schlanken C. pini, mit der sie auch Mischpopulationen bildet, kaum zu unterscheiden ist, dürfte sie gewiss öfter übersehen worden sein. Es sollte daher vor allem im Spätherbst nach ihr gesucht werden, um ihr Verbreitungsgebiet besser zu erforschen. Die weit auseinander liegenden Funde lassen vermuten, dass die Art doch weiter verbreitet ist, als man bisher dachte und vielleicht nicht nur in Osteuropa und in den Alpen nachzuweisen wäre. Über ihre Lebensweise, ihren Generationszyklus, die Fundatrix und das erste Auftreten der Geflügelten ist mir leider noch nichts bekannt.

Veröffentlicht
1969-03-31
Zitationsvorschlag
Fossel, A. 1969: Cinara pinihabitans (Mordvilko, 1895) in der Steiermark (Österreich) wieder aufgefunden (Homoptera: Lachnidae). - Beiträge Zur Entomologie = Contributions to Entomology 19(1-2): 105-114 - doi: 10.21248/contrib.entomol.19.1-2.105-114
Seiten
105-114
Rubrik
Artikel