Zur Biologie und Massenzucht der Getreidemotte Sitotroga cerealella Olivier, 1879 (Lepidoptera: Gelechiidae). 2. Beitrag: Beobachtungen am Larven- und Imaginalstadium.

  • Helmut Schieferdecker

Abstract

Es wird über Verhalten und Leistungen der Eilarven und der Falter von Sitotroca cerealella Olivier, 1789 berichtet. Untersuchungen zum Einfluss der Larvennahrung auf die Mortalität sowie die Fruchtbarkeit der Falter ergaben unter gleichen Versuchsbedingungen, dass die insgesamt gewinnbare Eimenge im Vergleich zu Gerste (100%) bei Roggen 55%, Weizen 35% und bei Mais nur 29% beträgt. Die Eilarven bohren sich meist nicht unmittelbar am benachbarten Getreidekorn ein und sind zu Vertikal- und Horizontalwanderungen befähigt. Die dringen von oben her bis 30 cm tief in die lagernde Getreideschicht aktiv ein und besiedeln vornehmlich die Zone in 2 bis 6 cm Tiefe. Horizontal wandern die Larven bis 25 cm weit, wobei sich Unterschiede in Abhängigkeit von den Lichtverhältnissen ergeben. Fragen der infraspezifischen Konkurrenz bei der Besiedlungsdichte sowie durch Stoffwechselvorgänge auftretende Temperaturerhöhungen sind weitere Untersuchungsobjekte. Die Falter zeigen kurz nach dem Schlupf negative Geo- und negative Thingmotaxis; nach der Kopulation erfolgt eine allgemeine Umkehrung des Verhaltens.

Veröffentlicht
1969-09-30
Zitationsvorschlag
Schieferdecker, H. 1969: Zur Biologie und Massenzucht der Getreidemotte Sitotroga cerealella Olivier, 1879 (Lepidoptera: Gelechiidae). 2. Beitrag: Beobachtungen am Larven- und Imaginalstadium. - Beiträge Zur Entomologie = Contributions to Entomology 19(3-6): 495-506 - doi: 10.21248/contrib.entomol.19.3-6.495-506
Seiten
495-506
Rubrik
Artikel